Wenn draußen die Blätter rascheln und der Oktober schon am liebsten eine Kuscheldecke verteilen würde, darf es im Suppentopf gern besonders gemütlich werden. Diese cremige Maronen-Portwein-Suppe verbindet nussige Esskastanien mit einem Schuss fruchtigem Portwein, herzhaften Pilzen und knusprigen Thymian-Croûtons. Französisches Wohlfühlessen mit einem kleinen wilden Twist – aber ganz ohne Pilzsuche im Nieselregen.
Für das Rezept kommen Shiitake und Austernpilze aus dem Supermarkt in die Pfanne. Sie bringen ordentlich Aroma mit und sind das ganze Jahr über erhältlich. So bleibt die Suppe unkompliziert und der Waldspaziergang freiwillig.
Maronen-Portwein-Suppe auf einen Blick
- Schwierigkeit: S – einfach
- Kategorie: Französisch inspiriert, Herbstküche, Suppe
- Menge: 4 Portionen
- Vorbereitung: ca. 15 Minuten
- Kochzeit: ca. 30 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 45 Minuten
Warum Maronen, Portwein und Pilze so gut harmonieren
Maronen haben ein mild-süßes, nussiges Aroma und machen die Suppe wunderbar sämig. Portwein steuert eine fruchtige Tiefe bei, während Thymian die erdigen Noten auffängt. Dazu kommen kräftig gebratene Pilze als herzhafte Einlage. Jeder Löffel bringt also Cremigkeit, Würze und ein bisschen Biss zusammen – ein kleines Herbstkonzert, bei dem niemand den Kochlöffel dirigieren muss.
Ein guter Teil des Aromas entsteht beim Anbraten. Lasst Schalotten, Maronen und Pilze jeweils ein wenig Farbe bekommen, statt sie nur warm werden zu lassen. Und keine Sorge: Das Rezept ist einfach genug für einen entspannten Feierabend, schmeckt aber auch am Wochenend-Tisch nach „Da hat sich jemand Mühe gegeben“.

Zutaten für 4 Portionen
Für die Suppe
- 400 g vorgegarte, geschälte Maronen
- 2 Schalotten
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL Butter oder Olivenöl
- 50 ml Portwein
- 800 ml Gemüsebrühe
- 180 ml Sahne
- 3–4 Zweige frischer Thymian
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- frisch geriebene Muskatnuss
Für die Pilze
- 150 g Shiitake
- 150 g Austernpilze
- 1 EL Butter oder Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Für die Thymoil-Croûtons
- 2 Scheiben Bauernbrot oder Toast
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Butter, optional
- 1 kleiner Zweig Thymian
- eine Prise Salz
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Zubereitung
1. Zutaten vorbereiten
Schält die Schalotten und den Knoblauch und würfelt beides fein. Hackt die Maronen grob. Entfernt bei den Shiitake die harten Stiele und schneidet die Pilze in Scheiben. Zupft die Austernpilze mit den Fingern in mundgerechte Streifen. Das muss nicht millimetergenau sein – hier wird gekocht, nicht vermessen.
Schneidet das Brot in etwa einen Zentimeter große Würfel. Zupft die Thymianblättchen von den Zweigen. Ein wenig Thymian könnt ihr für die Garnitur beiseitelegen.
2. Die Suppe aromatisch ansetzen
Erhitzt Butter oder Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gebt Schalotten und Knoblauch hinein und dünstet sie etwa zwei Minuten glasig. Sie sollen weich werden, aber keine Bräunungsmedaille gewinnen.
Rührt die gehackten Maronen unter und lasst sie zwei bis drei Minuten mitrösten. Löscht alles mit dem Portwein ab und lasst ihn etwa zwei Minuten einkochen. Dadurch bleibt sein fruchtiges Aroma in der Suppe, ohne sich in den Vordergrund zu drängeln.
3. Köcheln lassen und fein pürieren
Gießt die Gemüsebrühe an und gebt die Thymianzweige dazu. Bringt die Suppe kurz zum Kochen, reduziert dann die Hitze und lasst sie zugedeckt etwa 15 bis 20 Minuten sanft köcheln.
Entfernt die Thymianzweige. Rührt die Sahne ein und püriert die Suppe mit dem Stabmixer fein und cremig. Falls sie euch zu dick ist, gebt schluckweise etwas Brühe oder Wasser dazu. Würzt mit Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Muskat.

4. Pilze goldbraun braten
Während die Suppe köchelt, erhitzt ihr Butter oder Öl in einer großen Pfanne. Bratet die Pilze bei kräftiger Hitze etwa vier bis sechs Minuten an. Gebt ihnen zunächst Platz in der Pfanne; wenn sie zu dicht liegen, dünsten sie eher, statt schön Farbe zu bekommen.
Wendet die Pilze gelegentlich und würzt sie erst gegen Ende mit Salz und Pfeffer. So bleiben sie aromatisch und bekommen appetitlich gebräunte Kanten. Stellt die Pfanne anschließend kurz beiseite.
5. Knusprige Thymoil-Croûtons zubereiten
Erhitzt das Olivenöl mit den Thymianblättchen in einer zweiten Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze. Lasst den Thymian kurz sein Aroma ans Öl abgeben, ohne ihn dunkel werden zu lassen. Gebt die Brotwürfel dazu und schwenkt sie, bis sie rundherum knusprig und goldbraun sind. Wer es besonders üppig mag, gibt zum Schluss noch ein kleines Stück Butter hinzu. Mit einer Prise Salz abschmecken.
Keine zweite Pfanne frei? Dann röstet die Croûtons zuerst und bratet danach die Pilze in derselben Pfanne. Weniger Abwasch ist schließlich auch eine Art Küchenkunst.
6. Anrichten und servieren
Erwärmt die Suppe bei Bedarf noch einmal vorsichtig, ohne sie stark kochen zu lassen. Verteilt sie auf vorgewärmte Schalen und gebt die gebratenen Pilze darauf. Streut die Croûtons und ein paar frische Thymianblättchen darüber. Ein kleiner Schuss Sahne oder ein paar Tropfen Olivenöl machen die Oberfläche besonders hübsch.

Tipps und einfache Varianten
- Keine Shiitake gefunden? Nehmt einfach mehr Austernpilze oder greift zu braunen Champignons. Auch damit wird die Einlage lecker.
- Portwein ersetzen: Ein Schuss trockener Rotwein funktioniert ebenfalls. Für eine alkoholfreie Variante könnt ihr ihn weglassen und stattdessen einen kleinen Schluck Apfelsaft für eine fruchtige Note ergänzen.
- Vegan servieren: Verwendet Olivenöl statt Butter und pflanzliche Sahne statt Sahne. Prüft bei der Gemüsebrühe kurz die Zutatenliste.
- Noch feiner pürieren: Für eine besonders seidige Konsistenz könnt ihr die Suppe nach dem Mixen durch ein feines Sieb streichen. Das ist optional – die kleine Extra-Runde lohnt sich vor allem für ein festliches Essen.
- Vorbereiten: Die Suppe lässt sich prima vorab kochen und später behutsam erwärmen. Pilze und Croûtons bratet ihr am besten kurz vor dem Servieren, damit sie ihre Röstaromen und ihren Crunch behalten.
Was passt noch in eure Herbstküche?
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Diese Maronen-Portwein-Suppe ist cremig, wärmend und einfach genug, um sie spontan an einem kühlen Oktobertag zu kochen. Die Pilze sorgen für den herzhaften Kontrast, die Thymoil-Croûtons für den Knuspermoment. Also: Topf auf den Herd, Brot in Würfel – und dann heißt es nur noch: genießen.


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